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Markenzeichen | Überblick Modelle | Allgemeine Informationen

VW Oldtimer - Wirtschaftswunder auf Rädern

VW
Die Bilder, Marken und Logos sind Eigentum der jeweilig genannten Hersteller.

Die Idee vom Volkswagen, einem Auto, das sich jeder leisten kann, wurde im Juni 1934 als Regierungsauftrag an das Konstruktionsbüro Porsche vergeben. Vorgaben waren 100 km/h Dauergeschwindigkeit auf der Autobahn, Platz für vier Personen, geringer Verbrauch und ein Preis unter 1000 Reichsmark.

Porsche hatte für NSU bereits 1933 den Typ 32 entwickelt, der als geistiger Vorläufer des Volkswagens bezeichnet werden kann. Daraus entstand ein Fahrzeug mit luftgekühltem Heckmotor und Plattformrahmen, von dem Porsche 30 Versuchsfahrzeuge bei Daimler-Benz bauen ließ. Diese wurden ab 1936 getestet und bis 1938 zur Serienreife gebracht.

Die eigentliche Gründung von VW fand im Mai 1937 statt. Die "Gesellschaft zur Verbreitung des Deutschen Volkswagens mbH" sollte die Produktion und den Verkauf des KdF-Wagens (KdF = Kraft durch Freude) umsetzen. Ab 1938 wurde das VW-Werk in Wolfsburg gebaut. Nach Fertigstellung wurden dort aber erstmal nur Kübelwagen für den Kriegseinsatz gebaut.

Der erste echte Volkswagen lief dann 1946 vom Band. Der Käfer wurde das meistgebaute Auto der Welt und beherrschte viele Jahre lang das deutsche Straßenbild. Bis zum Golf konnte kein VW-Modell auch nur annähernd an den Erfolg des Käfers anknüpfen. Nur der T1 und seine Nachfolger weisen ähnlich lange und erfolgreiche Bauzeiten auf. Auch andere Modelle verkauften sich durchaus zufriedenstellend, es waren aber auch einige Flops dabei. Heute ist VW ein weltweit agierendes Unternehmen und der Golf die seit Jahren unangefochtene Nummer 1 der Zulassungsstatistik.

Der VW Oldtimer schlechthin ist der Käfer, das meistverkaufte Auto der Welt. Aber auch der Transporter und der Karmann Ghia auf Käferbasis sind VW Oldtimer, die maßgeblichen Anteil am Aufstieg VWs zur Weltmarke hatten.

Markenzeichen

Das VW Firmenlogo besteht aus einem Kreis, in dem ein V auf einem W steht. Erste Entwürfe zeigen das V und W in einem Zahnrad. Viele VW Oldtimer tragen das Logo nur auf den Radkappen, im Wageninneren gab es lange Zeit als typisches VW-Zeichen noch eine stilisierte Wolfsburg im Hupenknopf des Lenkrades.

Die wichtigsten VW Oldtimer

1940-1945 Kübelwagen (Typ 82), vom Käfer abgeleiteter Geländewagen für die Wehrmacht

1942-1944 Schwimmkübel (Typ 166), allradgetriebenes und schwimmfähiges Geländefahrzeug

VW Käfer (Typ 1)

1945-1946 erster VW Käfer mit Fahrgestell des Kübelwagens (Typ 51)

1947-1953 VW Käfer (Typ 11), anfangs als "Brezelkäfer" mit zwei kleinen Heckfenstern und luftgekühltem 25 PS-Boxermotor mit 1131 ccm. Dieses und alle folgenden Modelle wurden während ihrer Produktionszeit kontinuierlich weiterentwickelt. All diese Änderungen bleiben hier ebenso unerwähnt wie die zahlreichen Sondermodelle auf Käferbasis wie z.B. Buggys, Polizei-Cabrios, viertürige Taxis oder die Coupes und Cabrios von Karosseriefirmen wie Dannenhauer & Stauss, Drews, Hebmüller und Rometsch.

1949-1953 Exportmodell des Brezelkäfers mit besserer Ausstattung und ab 1950 mit hydraulischer Bremse

1949-1953 Käfer Cabrio, als Zweisitzer mit voll versenkbarem Verdeck (Typ 14) und Viersitzer (Typ 15)

1954-1964 VW Käfer mit Ovalfenster mit 30 PS aus 1192 ccm, ab 1957 mit größerem, rechteckigem Heckfenster

1954-1965 VW Käfer Exportmodell, bis 1957 mit größerem Heckfenster und ab 1960 mit 34 PS

1964-1966 VW Käfer 1200 A mit 34 PS

1965-1973 VW Käfer 1300 mit 40 PS, ab 1967 mit stark geänderter Optik durch stehende Scheinwerfer und kastenförmige Stoßstangen, Nachfolger des bisherigen Export-Modells

1966-1967 VW Käfer 1300 A mit 40 PS, Nachfolger des VW 1200 A

1966-1970 VW Käfer 1500 mit 44 PS aus 1493 ccm, neue Topmotorisierung (Superkäfer), das Käfer Cabrio ist nur noch als 1500er zu haben

1967-1973 VW Käfer 1200 "Sparkäfer", bereits eingestelltes Modell mit einfacher Ausstattung wurde wieder ins Programm genommen

1972-1973 VW Käfer 1303 S und LS mit 50 PS aus 1,6l Hubraum

1970-1972 VW 1302 mit langem Vorderbau, McPherson Federbeinen und serienmäßiger Schräglenker-Hinterachse

1973-1975 VW 1303 mit neuem Armaturenbrett und gewölbter Frontscheibe, 1975 Produktionsende in Wolfsburg, bis 1978 weiterproduziert in Emden, VW 1303 Cabrio bis 1980 bei Karmann in Osnabrück produziert, Fortsetzung der Käferproduktion in Mexiko bis Juli 2003, Gesamtauflage: 21.529.464

VW Transporter (Typ 2)

1949-1967 VW Transporter T1, (Typ 2) Nutzfahrzeug auf Käferbasis mit geteilter Frontscheibe, mit zahlreichen verschiedenen Aufbauten versehen, als Luxusversion mit Dachfenstern und Rolldach "Samba" genannt, Motoren mit 25 PS und ab 1962 auch mit 44 PS, Gesamtproduktion: ca. 1,85 Millionen

1967-1979 VW Transporter T2, moderner Nachfolger des T1 mit durchgehender Frontscheibe und serienmäßiger Schiebtür, diverse Karosserie-Varianten, Motoren: 1584 ccm mit 47 bzw. 50 PS , 1679 / 1795 / 1970 ccm mit 70 PS, ab 1972 mit Blinkern über den Scheinwerfern und schmalen eckigen Rückleuchten, Gesamtproduktion des VW T2: ca. 3 Millionen Stück, davon ca. 2,5 Mio. in Hannover, bis 2005 in Brasilien gebaut

1979-1992 VW Transporter T3, völlig neu konstruierter Transporter, weiter mit Heckmotor (aber in Flachbauweise) und Heckantrieb, größer als der T2, Beinzinmotoren: 1570 ccm mit 50 PS, 1970ccm mit 70 PS, 1888 ccm mit 60/73/78/82/90 PS, 2081 ccm mit 87/92/95/112 PS. Dieselmotoren: 1588 ccm mit 50 PS, 1588 ccm mit Turbo und 70 PS, 1715 ccm mit 57 PS. Topmodell: der luxuriöse VW Caravelle Carat mit umfangreicher Ausstattung, ab 1984 auch als Synchro mit Allradantrieb, bis 2003 noch in Südafrika produziert. Gesamtproduktion des VW T3: ca. 1,3 Millionen (davon 45.478 Synchro-Modelle). Der VW T3 war sehr beliebt bei Behörden und Bundeswehr, aber auch bei Campern, die bevorzugt das Diesel-Modell zum Wohnmobil umbauten.

VW Karmann Ghia

1955-1974 VW Karmann Ghia (Typ 14), schnittiges Coupe auf Käferbasis, ab 1957 auch als Karmann Ghia Cabrio erhältlich, Motoren vonm VW Käfer, insgesamt werden 443.478 VW Karmann Ghia Typ 14 gebaut

1961 Karmann-Ghia (Typ 34), der "große" Karmann Ghia auf Basis des VW 1500
1969 Produktion des Karmann Ghia Typ 34 wird nach 42.505 Exemplaren eingestellt

1970-1976 Karmann Ghia Typ TC wird im brasilianischen Sao Paolo produziert, ein Karmann Ghia mit dem Fahrgestell des Typ 3, nicht für den deutschen Markt gedacht, nach 18.119 Exemplaren wird der VW Typ TC eingestellt

VW Fridolin

1964-1973 VW Fridolin, ein für die Post hergestelltes Auslieferungsfahrzeug, gebaut aus Teilen verschiedener VW-Modelle, Gesamtauflage: 6.139

VW Typ 3 (VW 1500 / 1600)

1961 VW 1500, neue Baureihe neben dem VW Käfer, zuerst als Stufenhecklimousine und Variant, die technisch auf dem Käfer basieren, ab 1963 auch als VW 1500 S mit 54 PS

1965 VW 1600, Hubraum wird auf 1584 vergrößert, Leistung wie bisher 54 PS, neue Karosserievariante TL ("Traurige Lösung") mit Fließheck

1973 Produktionende nach über 2,5 Mio Exemplaren Exemplaren (etwa 700.000 VW 1500, etwa 1,8 Mio. VW 1600)

VW Typ 4 (VW 411 / 412)

1968-1972 VW 411 (Typ 4) völlig neue Mittelklasselimousine mit Heckmotor, Varianten: Schräghecklimousine mit zwei und vier Türen und der Kombi Variant, wegen des großen Kofferaums unter der Fronthaube auch "Nasenbär" genannt, erster VW mit selbsttragender Karosserie, McPherson Federbeinen vorn und Schraubenfedern hinten, zuerst nur 68 PS

1969 VW 411E, neue leistungsgesteigerte Basismotorisierung jetzt mit 80 PS

1972-1974 VW 412 (Typ 4) Optisch überarbeitete Version des VW 411, Motorisierung: VW 412 L mit 75 PS, VW 412 LS mit 85 PS.
Gesamtproduktion von VW 411 und VW 412: ca. 350.000

VW 181

1969-1979 VW Kurierwagen (Typ 181), besser bekannt als Kübelwagen, Geländefahrzeug für die Bundeswehr, Kurier- statt Kübelwagen genannt, um von der allzu großen technischen Nähe zum über 40 Jahre alten Vorgänger abzulenken. Bis 1978 an verschiedenen deutschen Standorten gebaut. In Mexiko 1970 und 1971 als Bausatz montiert, 1972-1980 als Komplettfahrzeug. Bis 1975 sehr erfolgreich als "The Thing" in den USA verkauft. Gesamtproduktion: 140.768 Fahrzeuge.

VW K 70

1970-1974 VW K70 (Typ 48), eine von NSU entwickelte Limousine, die durch die Übernahme des NSU-Werkes durch VW zum ersten Volkswagen mit Frontantrieb, Front-Reihenmotor und Wasserkühlung wurde. Einführung wegen der hausinternen Konkurrenz zum VW 411 verschoben, denn der VW K70 hatte im Vergleich überragende Qualitäten (Platz, Übersichtlichkeit, Kofferraum, Heizung). Motoren: 1,6-l mit 75 und 90 PS, 1,8-l mit 100 PS. Der VW K70 wurde 211.127 mal gebaut.

VW Scirocco I

1974-1981 VW Scirocco (Typ 53), als Nachfolger des Karmann Ghia gedacht, wie der Golf I von Guigaro designed. Motoren: 1272 ccm mit 60 PS, 1457 ccm mit 70 PS, 1588 ccm mit 85 PS, 1588 ccm mit 110 PS. Modellvarianten: Scirocco S / L / LS / GL / GLI / GT / GTI / CL / SL / TS.
Der Scirocco war ein Kombi-Coupe mit großer Heckklappe und 2+2 Sitzen, Baisversion mit Rechteckscheinwerfern, ansonsten Rundscheinwerfer, der VW Scirocco I wurde insgesamt 504.153 mal gebaut

VW Passat

1973-1980 Der VW Passat (Typ 32) kam als Nachfolger des VW 1600 auf den Markt. Technische Basis war der Audi 80. Karosserievarianten: Fließheck-Limousine mit 2 und 4 Türen, Kombi Variant mit 2 und 4 Türen. Ab 1975 war die Limousine auch mit großer Heckklappe bis zum Dach lieferbar, 1977 gab es ein Facelift mit neuer Gestaltung der Front- und Heckleuchten. Motoren: 1471 ccm mit 75 und 85 PS, ab 1975: 1588 ccm mit 75 und 85 PS, ab 1978 Passat Diesel mit 1471 ccm und 50 PS, ab 1979 Passat GLI mit 1588 ccm und 110 PS.

VW Golf I

1974-1983 VW Golf, Nachfolger des VW Käfers, als Limousine mit zwei und vier Türen, Cabrio und Caddy gebaut. Die Verkaufszahlen des Käfer waren stark rückläufig, ein Nachfolger mit modernem Konzept dringend notwendig. Der VW Golf hatte einen querliegenden Frontmotor und Frontantrieb und eine schöne, praktische Karosserie und wurde zur Legende. In den USA hieß der Golf Rabbit. Besonders die ersten Baujahre litten unter heftigem Lochfraß. Motorisierung: 1093 ccm mit 50PS, 1272 ccm mit 60 PS, 1471 ccm mit 70 PS, 1557 ccm mit 70 PS, 1588 ccm mit 75, 85 und 110 PS, 1781 ccm mit 112 PS, Dieselmotoren 1471 ccm und 50 PS und 1588 ccm mit 54 PS bzw. 70 PS in der Turbo-Version.

1976 Golf GTI mit 110 PS, die mit 870 kg Fahrzeuggewicht leichtes Spiel haben. Der GTI wird zum begehrten Volkssportwagen.

1976 Golf Diesel ist der erste VW mit Dieselmotor. Der lebendige, hoch drehende und trotzdem sparsame Diesel ist ein Volltreffer.

1979-1993 VW Golf Cabrio, mit 388.522 verkauften Exemplaren das erfolgreichste Cabrio der Welt

1980 Neue Rückleuchten, Einführung des 4+E-Spargetriebes

1981 Golf Formel E mit dem kleinen Benziner und mit dem Saugdiesel kombinierbar

1983 Produktion des Golf I läuft nach etwa 6 Millionen Exemplaren aus, Produktion des VW Golf I in modifizierter Form noch bis 2010 in Südafrika.

VW Polo

1975-1981 VW Polo (Typ 86), technisch identisch mit dem ein Jahr zuvor präsentierten Audi 50, nur als Dreitürer gebaut, ab 1979 auch mit Stufenheck als VW Derby. Zur Wahl standen bei VW Polo und VW Derby diverse Ausstattungsvarianten (Basis-Polo, L, LS,GL,GLS,LX, Polo GT, Derby CL, Derby CLS) drei Motorvarianten: 895 ccm mit 40 PS, 1093 ccm mit 50 PS (bzw. 1976-77 auch 60 PS) und 60 PS, 1272 ccm mit 60 PS. Absoluter Bestseller war die Basisversion mit 40 PS. Ab 1979 hatten VW Polo und VW Derby eine geschwärzte Front, der Derby zudem Rechteckscheinwerfer. Der VW Polo wurde etwa 1,05 Millionen mal gebaut.
Frühe Modelle mit Metallstoßstangen sind in Polo-Kreisen heute gesuchte Oldtimer.

VW Iltis

1978-1982 Der VW Iltis war für die Bundeswehr entwickelt worden. Von den 9547 produzierten VW Iltis gelangten nur etwa 700 Fahrzeuge in private Hand. Der VW Iltis war schlicht zu teuer. Der Motor mit 75 PS stammte aus dem Passat.

VW Jetta

1979-1983 kommt der VW Jetta als Stufenheckvariante des Golf. Wahlweise gibt es den VW Jetta mit zwei und vier Türen. Sein einziger Vorteil ist der größere Kofferraum, sein Nachteil die biedere Optik, die er auch seinen eckigen Scheinwerfern verdankt. Trotzdem verkauft sich der Jetta etwa 700.000 mal.

Allgemeine Informationen

Eine Oldtimerveranstaltung ohne VW Oldtimer ist eigentlich undenkbar. Fahren doch viele VW Oldtimer sogar noch im täglichen Einsatz. Die große Zahl an heute noch zugelassenen VW Oldtimern resultiert aus den meist sehr großen Stückzahlen der einzelnen Modelle und natürlich aus ihrer eher simplen, robusten Technik.

VW Oldtimer sind aus der Automobilgeschichte nicht wegzudenken. Obwohl VW Oldtimer in ihrer Jugend hauptsächlich als reine Gebrauchsfahrzeug genutzt wurden, haben viele bis heute überlebt. Im Jahre 2005 gab es laut KBA insgesamt 58.105 VW Oldtimer, also VWs mit einem Alter von mindestens 30 Jahre.

Dank des großen Angebots an Fahrzeugen und Ersatzteilen sind VW Oldtimer relativ preiswert und ein dankbarer Einstieg in die Oldtimerszene. Wegen der eher simplen Technik und ihres hohen Sympathiefaktors bieten VW Oldtimer viel Spaß fürs Geld.

Bilder von VW Oldtimern und eine große Auswahl an Fahrzeughändlern, Teilehändlern und Markenclubs finden Sie auf Oldtimer.net

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